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14.12.10 Bürger lehnen Kommerzialisierung des Glücksspiels ab

Forsa-Umfrage zur Regelung des Glücksspiels in Deutschland

77 Prozent der Bundesbürger für Begrenzung des Spiels unter staatlicher

Kontrolle

9 Prozent der Befragten für die Zulassung kommerzieller Anbieter

Klares Signal an die Ministerpräsidenten der Länder

Die klare Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland steht hinter dem

Staatsvertragsmodell und lehnt eine Kommerzialisierung des Glücksspiels durch

die Zulassung von privaten Unternehmen ab. Dieses deutliche Ergebnis geht aus

einer bundesweiten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts

Forsa hervor, bei der im November insgesamt 1009 Personen ab 18 Jahren

befragt worden sind.

„Dies ist ein klares Signal an die Ministerpräsidenten der Länder, am

Staatsvertragsmodell festzuhalten“, sagt Erwin Horak, Präsident der Staatlichen

Lotterieverwaltung Bayern und Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks.

„Die Bürgerinnen und Bürger wollen keine Kommerzialisierung, sondern einen

klaren staatlichen Ordnungsrahmen, der für Seriosität und Verlässlichkeit steht. Ein

Kommerzmodell bei Sportwetten ist damit lediglich im Interesse einiger weniger

Gegner des Staatsvertrags“, so Horak.

In der Umfrage sprechen sich 77 Prozent der Bundesbürger für eine Begrenzung

des Glücksspiels unter staatlicher Kontrolle aus. 65 Prozent stimmen zu, dass die

staatliche Regelung Verlässlichkeit und Rechtssicherheit gewährleistet. 61 Prozent

bejahen, dass die staatliche Regelung zur Eindämmung der Spielsuchtgefahren

wichtig ist. Lediglich 9 Prozent der Befragten befürworten eine Kommerzialisierung

des Glücksspiels, damit auch private Unternehmen diese anbieten können.